Sommerlager 2018

111 Jahre danach- Eurocamp 2018 des WFIS

Fotos, Videos, Erzählungen- all das kann nicht wiederspiegeln, was die 78 Teilnehmer des BESP (Bund europäischer St. Georgs- Pfadfinderinnen und Pfadfinder) der Stämme „Noah“- Nettetal, Graf Folke Bernadotte Hamm- Heessen und Windrose Hage mit ihren Gästen der Pollution Police in Newbury, England erlebt haben.

12 Tage Abenteuer in einem Lager mit 2050 Pfadfindern aus 22 Ländern. Das war etwas ganz Besonderes. Stellten wir uns doch alle auf ein Treffen mit Pfadfindern aus Europa ein, wurden wir schnell eines Besseren belehrt. Nicht nur Dänemark, Spanien, Italien und Belgien waren u.a. vertreten, sondern auch Kanada, Chile, Brasilien, …

Wenn morgens um 6 der Weckruf durchs Lager ging, kam selbst der jüngste Wölfling (6 Jahre) und unsere älteste Teilnehmerin, unsere Bundesführerin Ortrud Hübl (75) aus dem Zelt mit müden Augen, aber einem Lächeln im Gesicht. Jeder Tag war anders. So gab es Spiele für Groß und Klein- die Sprache war ganz egal.

Workshops wie schnitzen, Quidditch, Freundschaftsbänder knüpfen, Brandarbeiten, Kettcar rennen, Kricket, Stockbrot backen, Dosen gravieren, Bratwurst herstellen, Länder – Tau – ziehen u.v.m. führten zu einem abwechslungsreichen Programm und sorgten zu Vermischungen der einzelnen Gruppen und Länder. Es kam keine Langeweile auf.

Am Dienstag hieß es auf zur großen Wanderung (Hike). Die Jüngsten bereiteten sich auf den Castle Hike vor, 16 km an Burgen und Ruinen vorbei, während sich die Älteren auf den White Horse Hike mit 25 km begaben. Die hochmotivierten Wanderer unter uns wagten sich an 46 km zum Stonehengehike.

Ein ganz großer Tag für alle „echten“ Pfadfinder war der Donnerstag. Genau an diesem Tag fand vor 111 Jahren das erste Pfadfinderlager auf der Insel Brownsea Island unter der Leitung von Lord Baden Powell, dem Gründer der weltweiten Pfadfinderbewegung statt. Den Lagerplatz zu sehen, wo alles Begann, den Gedenkstein zu betrachten und die Wegweiser zu sehen, die aus Holz geschnitzt wurden, wo sich viele Gruppen, die bis jetzt auf der Insel waren, verewigt haben. Die weitgehendst unberührte Natur. Der Strand mit seinem flachen Wasser, bis ins offene Meer. Ein bleibender Eindruck! So wurden auch von uns die Shops gestürmt um von diesem so bekannten Ort eine Erinnerung mitzunehmen, Halstücher, Aufnäher und Knoten.

Fast jeden Abend gab es in den einzelnen Untercamps Lagerfeuer, in der Dinning Hall spielte eine spanische Band zur Disco auf und überall sprachen und spielten kleine und große Pfadfinder miteinander. Das ist weltweiter Frieden.

Am letzten Tag wurden noch fleißig Tücher und Aufnäher getauscht. Wer kann schon sagen, das er ein Halstuch aus Brasilien oder Mexiko besitzt; einen Aufnäher aus Rumänien oder Chile? Jede Gruppe brachte etwas aus der Heimat mit. Die Russen trugen ihre Trachten, die Brasilianer brachten Süßigkeiten aus ihrem Land mit, bei den Schweizern gab es ein Schokofondue und wir bauten spontan eine Wasserrutsche auf, die bei 35 Grad im Schatten sehr großen Anklang fand.

Mit einer Einladung 2020 nach Kanada im Gepäck fuhren wir alle glücklich, zufrieden, mit vielen Eindrücken und Erinnerungen, aber sehr, sehr müde nach Hause und freuten uns alle wieder auf das deutsche Essen.

2020 Kanada wir kommen!

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